Ragna Talea Oeynhausen, M.A.
Doktorandin, Studentische Hilfskraft
Lehrstuhl für Logik und Sprachphilosophie, MCMP
Doktorandin, Studentische Hilfskraft
Lehrstuhl für Logik und Sprachphilosophie, MCMP
Ich bin seit 2023 Doktorandin am MCMP unter der Betreuung von Prof. DDr. Hannes Leitgeb. Zuvor habe ich einen B.Sc. in Mathematik (mit Nebenfach Philosophie) von der Universität Bonn erhalten sowie einen M.A. in Theoretischer Philosophie von der LMU München. Darüber hinaus habe ich ein Semester an der National Taiwan University (NTU) in Taipeh verbracht, wo ich Philosophie und Chinesisch studiert habe.
Ich interessiere mich für den Begriff der Existenz, besonders im Zusammenhang mit Quantifikation, Bedeutung und Eigennamen. Demzufolge liegt meine Forschung an der Schnittstelle von Logik, Metaphysik und Sprachphilosophie. Im Rahmen meiner Promotion beschäftige ich mich mit ontologischen Disputen, insbesondere mit der sinnvollen (nicht-widersprüchlichen) Negation von Existenzaussagen. Hierfür entwickle ich eine Wahrmacher-Semantik für positive freie Logik, die es leeren singulären Termen (z. B. „Sherlock Holmes") ermöglicht, sowohl nicht-referierend zu sein als auch in wahren atomaren Formeln aufzutreten. Darüber hinaus argumentiere ich dafür, dass der Wahrmacher-Ansatz eine philosophisch plausible Erklärung für die Wahrheit solcher atomaren Formeln mit leeren Eigenamen (z. B. „Sherlock Holmes lebt in London") liefert. Zuletzt untersuche ich, wie sich das Konzept der Hyperintensionalität auf metaontologische Debatten anwenden lässt.