Empathie und Gerechtigkeit – Einfühlung unter Bedingungen von Unterdrückung (2026-2029)

Dieses von der DFG geförderte Projekt untersucht Dynamiken und Verzerrungen der Empathie unter Bedingungen von sozialer Ungleichheit.

Abstract

Empathie – eine Form der Einfühlung in die Perspektive einer anderen Person – wird oft als dyadisches Phänomen aufgefasst, das seinen Platz in persönlichen Nahbeziehungen hat. Trotzdem kann Empathie soziale und politische Vorbedingungen und Konsequenzen haben. Bedingungen von Unterdrückung, wie Rassismus und Sexismus, beeinflussen wer mit wem und in Bezug auf welche Art von Erfahrung Empathie empfinden kann und will. Während Unterdrückung Empathie mit der Perspektive der Unterdrückten erschwert, wird Empathie mit privilegierten Perspektiven ermöglicht und gefördert. Obwohl dies als Desideratum der Empathieforschung formuliert wurde, wurde dieser Zusammenhang zwischen Empathie und Unterdrückung bisher nicht hinreichend erforscht. Ziel dieses Projekts ist es, diese Forschungslücke zu schließen, indem eine systematische philosophische Konzeption von Empathie unter Bedingungen von Unterdrückung erarbeitet wird. Der Fokus liegt dabei auf der Erschließung der politischen, ethischen und epistemischen Bedeutung von Verwerfungen der Empathie, die unter Bedingungen von Unterdrückung entstehen, sowie auf den komplexen Auswirkungen von Unterdrückung auf die Perspektive der Unterdrückten, die dazu in die Lage versetzt und angehalten werden, Empathie mit privilegierten Perspektiven zu empfinden.

Projektdaten

Titel des Projekts
Empathie und Gerechtigkeit – Einfühlung unter Bedingungen von Unterdrückung
Drittmittelgeber
DFG
Link zum Projekt
-
Projektdauer
01.10.2026 - 30.09.2029
Höhe der Bewilligung
343.857 €
Projektteam
Katharina Anna Sodoma
Beteiligte Lehrstühle
Lehrstuhl V für Praktische Philosophie und Ethik