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DFG-Projekte der Fakultät bewilligt

01.07.2026

Zwei DFG-Projekte der Fakultät im Schwerpunktprogramm „Rethinking Disinformation (Re:DIS)" bewilligt

Unsere Fakultät ist mit zwei Projekten im neuen DFG-Schwerpunktprogramm „Rethinking Disinformation (Re:DIS)" erfolgreich. Das Programm bringt Forschende aus ganz Deutschland zusammen, um die Mechanismen und Folgen von Desinformation interdisziplinär zu untersuchen.

Prof. Stephan Hartmann leitet das Projekt „Procedural Anchors: How Communication Order Shapes Disinformation". Mithilfe Bayes'scher Modelle und agentenbasierter Simulationen untersuchen sie, wie die Reihenfolge von Kommunikationsbeiträgen die kollektive Meinungsbildung beeinflusst und wie sich deliberative Verfahren so gestalten lassen, dass sie Desinformation entgegenwirken.

Dr. Gabriel Târziu leitet das Projekt „Navigating Disinformation in Climate Science: Antagonistic Environment, Reactive Disinformation, and Normative Guidance". Im Mittelpunkt steht das Konzept der reaktiven Desinformation: Es beschreibt, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter politischem und gesellschaftlichem Druck Kommunikationsstrategien entwickeln können, die unbeabsichtigt das öffentliche Verständnis des Klimawandels verzerren. Das Projekt verbindet philosophische Analyse, formale Modellierung und empirische Netzwerkanalyse, um Leitlinien für verantwortungsvolle Wissenschaftskommunikation zu entwickeln.

Mit diesen beiden Projekten stärkt die Fakultät ihre international sichtbare Forschung an der Schnittstelle von Philosophie, Wissenschaft, Kommunikation und Gesellschaft.